Natascha B., Jahrgang 1977

Erfahrungsberichte: Myasthenia gravis

Es began in den Sommerferien 1989, war mit meiner Tante im Urlaub und Abends beim Essen fing es an, dass ich beim Kauen mir meine Hand unter mein Kinn hielt um das Essen zum Kauen. Meine Tante und mein Onkel meinten, dass ich es sein lassen sollte. Aus Scham habe ich es auch getan und habe dann den Rest des Urlaubs kaum noch etwas gegessen. Dann hatte ich einige Wochen wieder Ruhe.

Bis im September ich zum ersten Mal meine Regeln bekam. Angefangen hat es dann mit Doppelbildern, die Lider hingen runter, so das man dachte, ich würde jeden Moment einschlafen. Meine Mutter ist damals mit mir zum Augenarzt gegangen, er meinte mir die Lider kürzen zu wollen, ein Glück nicht getan.

Im Winter wurden die Symptome so heftig ( z.B. Doppelbilder, keine Kraft in den Beinen und in den Armen, ewig müde, Schluckbeschwerden etc.), dass ich auf dem Schulweg aus dem Bus stürzte und mir eine Schädelbasisprellung holte. Weihnachten war dann mein Zusammenbruch, konnte nicht mehr laufen (Treppen steigen), und bin am 24.12.1989 mit Verdacht auf Hirnblutungen ins Krankenhaus gekommen. Ausgelöst durch den Schulweg Unfall.

Dort wurde ich die ganze Nacht lang untersucht und wurde am nächsten Morgen in eine andere Klinik verlegt, dort bekam ich dann 6 Pillen Mestinon und 1/4 Mestinon retard. 2 1/2 Monate hat man mich körperlich so aufgebaut, dass sie mir dann die Thymusdrüse entfernen konnten. Bis 1994 habe ich dann meine Medikamente eingenommen, mal mehr mal weniger.

Lebe seitdem ohne Beschwerden, habe mittlerweile auch zwei Kinder