Peter S., Jahrgang 1958

Erfahrungsberichte: Myasthenia gravis

Im August 2004, nach der Neuanfertigung meiner Brille hatte ich Probleme mit Doppelbildern. Leichte Schwäche im linken Arm und Bein bewegten mich eher widerwillig, zu meiner Hausärztin zu gehen.

Ich wurde sofort mit Verdacht auf Schlaganfall ins Brüderkrankenhaus Koblenz eingewiesen. Es folgten 4 Wochen ratlosen Suchens und Testens. Sämtliche Untersuchungen liefen auf den Verdacht Schlaganfall hinaus. Auch die Nervenwasserentnahm e an der Wirbelsäule brachte kein Ergebnis.

Als ich nach 3 Wochen ungeduldig wurde, und mich schon voll Schrecken als desorientiertes Wrack und arbeitsunfähig ansah wurde ein letzter Test gemacht- und siehe da, dieser brachte auch für die Ärzte das unverhoffte Ergebnis. MG. (der Test war eine Muskelstimulanz an der Schulter mit Aufzeichnung der abfallenden Amplituden auf gleichbleibende elektrische Impulse.)

Nach Einstellung auf 3 mal täglich Mestinon geht es mir gut. Heute nehme ich die gleiche Dosierung Kalymin 60 N, welches wesentlich preiswerter ist mit gleicher Wirkung. Ganz besonders danke ich meiner Frau,die mich in dieser schlimmen und langen Zeit im Krankenhaus jeden Tag besuchte, und mir zum Glück nicht zeigte, wie verzweifelt auch sie war.

Stärkere Belastungen und extremer Stress belasten mich in der MG-typischen Weise, sind aber kein Problem. Ich arbeite seit der Entlassung wieder wie gewohnt in meinem Beruf als Zahntechniker,ohne Einschränkungen.