Silke E., Jahrgang 1970

Erfahrungsberichte: Myasthenia gravis

Bei mir wurde die Myasthenie-Erkrankung 2003 während der Schwangerschaft festgestellt. Durch vorzeitige Wehen und der darauffolgenden hohen Magnesiumgaben kam es zu einer Myasthenkrise. Ich verbrachte 3 Wochen auf der Intensivstation. Mir ging es körperlich und psychisch sehr schlecht.

Nach der Geburt meiner Tochter ging es mir aber wieder wesentlich besser, so das ich mit einer leichten Medikamentierung und fast  beschwerdefrei bis zum letzten Jahr leben konnte. Leider machen sich viele Symtome, wie wieder verstärkt Doppelbilder, Sprach-und vor allem Schluckbeschwerden bzw. körperliche Schwäche bemerkbar.

Nach einigen weiteren Untersuchungen muß ich jetzt erstmal zu einem ca. 14tägigen Krankenhausaufentha lt in die Neurologie, für weitere Untersuchungen und zur Einstellung der wahrscheinlich hohen  Medikamentenmenge. Außerdem sollen weitere Untersuchungen zum Thymus gemacht werden (war bisher unauffällig).

Da ich 5 Kinder habe ist der geplante Krankenhausaufentha lt für mich ein großer Schock. Außerdem habe ich große Probleme damit, nicht mehr voll belastbar zu sein. Da ich ein ziemlicher Perfektionist bin, kann ich ganz schwer Verantwortung abgeben bzw. um Hilfe bitten. Bisher hatte ich alles gut im Griff, aber jetzt habe ich gesundheitlich viele Grenzen gesetzt bekommen.

Dies ist für mich  sehr schwer auszuhalten. Viele Leute können auch mit meiner Erkrankung nichts anfangen, da sie einfach zu unbekannt ist. Ich kenne auch persönlich keine weiteren betroffenen Personen.